
Immobilienpreise in Krefeld: Kaufpreisdaten und Preisfaktoren richtig lesen
Wer Immobilienpreise in Krefeld vergleicht, sollte tatsächliche Kaufpreise, Inseratspreise und die Eigenschaften des eigenen Objekts getrennt …
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Der Immobilienmarkt am Niederrhein besteht aus unterschiedlichen lokalen Teilmärkten. Ein Reihenhaus in Krefeld, eine Wohnung in Kempen und ein Mehrfamilienhaus im Kreis Kleve haben andere Vergleichsobjekte und Käufergruppen. Für eine Verkaufs- oder Kaufentscheidung braucht es daher eine Einordnung nach Standort und Objektart.
Für eine genauere lokale Einordnung lesen Sie auch die Beiträge zu den Immobilienpreisen in Krefeld und zum Bodenrichtwert und BORIS NRW. Regionale Informationen zur Vermarktung finden Sie auf meinen regionalen Immobilienseiten.
Auf einen Blick
Für 2025 liegen die amtlichen Grundstücksmarktberichte vor. Sie werten abgeschlossene Kaufverträge aus und sind keine Echtzeitmessung des Jahres 2026. Für das Land Nordrhein-Westfalen fasst der Obere Gutachterausschuss die Daten im Grundstücksmarktbericht NRW 2026 zusammen.[3] Für Düsseldorf[4] und Krefeld[1] veröffentlichen die örtlichen Gutachterausschüsse eigene Berichte, ebenso die Gutachterausschüsse für Mönchengladbach, die Kreise Viersen, Kleve und Wesel sowie den Rhein-Kreis Neuss. Alle Berichte sind kostenfrei über BORIS.NRW abrufbar.
Für Krefeld gibt es zusätzlich einen vorläufigen Bericht für das erste Halbjahr 2026. Dessen Daten sind noch nicht abschließend bereinigt und nicht vom Gutachterausschuss beschlossen. Sie ergänzen die Beobachtung, brauchen aber eine vorsichtige Interpretation.[2]
Die Berichte zeigen, wie unterschiedlich sich die Teilmärkte 2025 entwickelt haben:[1] [4] [5]
| Kennzahl 2025 | Nordrhein-Westfalen | Düsseldorf | Krefeld |
|---|---|---|---|
| Kauffälle | 124.201 (+10 %) | 4.688 (+15 %) | 1.912 auswertbare (+11 %) |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | Preise +3 % | freistehend −1,4 %, Reihenhäuser +0,8 % | Preise +2 % |
| Eigentumswohnungen | Preise +7 % | Vorkriegsbauten −2,3 %, Nachkriegsbauten +1,1 % | Weiterverkäufe +5 % |
| Rendite- und ertragsorientierte Objekte | keine Angabe | +3,5 % | −9 % |
| Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser | Preise +2 % | +1 % | keine Angabe |
Die Berichte grenzen ihre Teilmärkte unterschiedlich ab, die Werte sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Deutlich wird trotzdem: Ein Landestrend sagt wenig über einen einzelnen Ort, und innerhalb einer Stadt laufen Häuser, Wohnungen und Anlageobjekte auseinander. Die Krefelder Quadratmeterpreise je Objektart zeigt der Ratgeber Immobilienpreise in Krefeld, die Düsseldorfer Richtwerte nach Lage der Ratgeber Was ist meine Immobilie in Düsseldorf wert?.
Auch beim Bauland zeigt sich das Gefälle: Für den individuellen Wohnungsbau in mittleren Lagen weist der Landesbericht für Düsseldorf mit 1.100 Euro pro Quadratmeter den höchsten Wert in Nordrhein-Westfalen aus, in ländlich geprägten Regionen liegen die Werte teils unter 50 Euro.[5]
Der im September 2026 vorgestellte Landesbericht weist für 2025 landesweit rund zehn Prozent mehr Kauffälle als 2024 aus. [3] Diese Belebung beschreibt den Gesamtmarkt des Landes. Sie belegt keine einheitliche Entwicklung am Niederrhein.
Für einzelne Gemeinden bleiben die Berichte und Richtwerte der jeweils zuständigen Gutachterausschüsse sowie aktuelle, möglichst vergleichbare Marktbeobachtungen maßgeblich.
Prüfen Sie aktuelle Konkurrenzangebote und unterscheiden Sie Preisvorstellungen von erzielten Preisen. Wohnfläche, Grundstück, Zustand, Energiebedarf und gegebenenfalls bestehende Mietverhältnisse müssen vergleichbar sein.
Beurteilen Sie die Vermarktung außerdem anhand qualifizierter Anfragen, durchgeführter Besichtigungen und nachvollziehbarer Rückmeldungen. Eine allgemeine Aussage über Angebotsknappheit ersetzt diese Prüfung nicht.
Für Anlageobjekte gehören tatsächliche Jahresnettokaltmiete, nicht umlagefähige Kosten, Instandhaltungsbedarf und Finanzierung in eine gemeinsame Rechnung. Ein niedriger Kaufpreisfaktor kann durch Investitionsbedarf oder Leerstand erklärbar sein.
Entwicklungsmöglichkeiten sollten hinsichtlich Genehmigung, Umsetzungskosten und erreichbarer Miete geprüft werden. Eine mögliche Umnutzung oder Aufteilung ist zunächst eine Annahme, bis ihre Voraussetzungen geklärt sind.
Eine solche Aussage wäre zu pauschal. Die Verfügbarkeit muss für Ort, Preisklasse und Objektart geprüft werden.
Er kann einen Rahmen beschreiben. Für den Angebotspreis sind nähere Vergleiche und die Besonderheiten des Objekts erforderlich.
Alle Gutachterausschüsse in Nordrhein-Westfalen veröffentlichen ihre Grundstücksmarktberichte kostenfrei im Landesportal BORIS.NRW. Dort stehen auch die Bodenrichtwerte und, wo vorhanden, Immobilienrichtwerte.
Boden- und Immobilienpreise liegen außerhalb der Landeshauptstadt meist niedriger, die Spannen innerhalb jeder Stadt sind aber groß. Ein Vergleich ist nur für ähnliche Objekte und Lagen aussagekräftig.
Ich verbinde die verfügbaren Marktdaten mit der Prüfung Ihrer Immobilie. Informationen dazu finden Sie in der Wertermittlung und Marktanalyse. Für die Landeshauptstadt ergänzt der Ratgeber zum Immobilienwert in Düsseldorf die Einordnung.
Für die Umsetzung Ihrer Verkaufsplanung erfahren Sie mehr über meinen Immobilienverkauf in Krefeld und Immobilienverkauf in Düsseldorf.
Fachlicher Stand: 31. Oktober 2026. Alle Quellen zuletzt abgerufen am 31. Oktober 2026.

Immobilienexperte

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