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Bodenrichtwert in Düsseldorf: BORIS.NRW nutzen und Grundstückswerte 2026 einordnen

Den Bodenrichtwert für Düsseldorf können Sie kostenfrei im amtlichen Portal BORIS.NRW abrufen, adressgenau und mit den Merkmalen des jeweiligen Richtwertgrundstücks. Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden einer Zone, abgeleitet aus tatsächlichen Kaufpreisen.[1] Er ist nicht der Wert Ihres Hauses und auch nicht automatisch der Verkaufspreis Ihres Grundstücks.

Ermittelt werden die Düsseldorfer Bodenrichtwerte vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf, in Nordrhein-Westfalen jährlich zum Stichtag 1. Januar. Die aktuellen Werte gelten zum 1. Januar 2026.[2]

Auf einen Blick

  • Bodenrichtwerte für Düsseldorf sind in BORIS.NRW kostenlos und adressgenau abrufbar.
  • Für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke liegen sie je nach Lage zwischen 720 und 3.200 Euro pro Quadratmeter (Stichtag 1. Januar 2026).
  • Für drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhausgrundstücke reichen sie von 640 bis 4.200 Euro pro Quadratmeter.
  • Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerte sich 2025 um rund 1 Prozent, die übrigen Teilmärkte stagnierten.
  • Mit 1.100 Euro pro Quadratmeter in mittlerer Lage hat Düsseldorf laut Landesbericht das teuerste Bauland für Einfamilienhäuser in NRW.

Wie hoch sind die Bodenrichtwerte in Düsseldorf?

Der Grundstücksmarktbericht 2026 fasst die Bodenrichtwerte nach Lagequalität zusammen (Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche, Stichtag 1. Januar 2026):[2]

Grundstücksart Einfache Lagen Mittlere bis gute Lagen Hochwertige Lagen
Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke 720 bis 1.050 € 1.100 bis 1.650 € 1.650 bis 3.200 €
Mehrfamilienhausgrundstücke, drei- bis viergeschossig 640 bis 880 € 1.450 bis 2.000 € 2.700 bis 4.200 €
Büro- und Geschäftshausgrundstücke 2.300 € 3.300 bis 6.800 € 32.000 bis 55.000 €

Die Spitzenwerte von bis zu 55.000 Euro pro Quadratmeter betreffen Büro- und Geschäftshausgrundstücke in hochwertigen Geschäftslagen, nicht Wohnbauland. Für Wohngrundstücke ist die Lagequalität innerhalb der Stadt der wichtigste Unterschied.

Wie haben sich die Bodenrichtwerte 2025 entwickelt?

Für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus stiegen die Preise 2025 um rund 1 Prozent, in den übrigen Teilmärkten für unbebaute Grundstücke stagnierten sie.[2] Landesweit lag der Anstieg beim Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser bei durchschnittlich 2 Prozent. In mittleren Lagen weist der Landesbericht für Düsseldorf mit 1.100 Euro pro Quadratmeter den höchsten Wert in Nordrhein-Westfalen aus.[3]

Wie finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück?

  1. Portal öffnen: Nutzen Sie das amtliche Landesportal BORIS.NRW.[4] Die Einsicht ist kostenfrei, private Bestellportale brauchen Sie dafür nicht.
  2. Adresse suchen: Geben Sie die Adresse ein oder navigieren Sie in der Karte zum Grundstück.
  3. Stichtag wählen: Für eine aktuelle Verkaufsplanung den Stichtag 1. Januar 2026, für steuerliche Fragen gegebenenfalls einen früheren Stichtag.
  4. Merkmale notieren: Nutzungsart, bauliche Ausnutzung, Grundstücksgröße und Erschließungszustand des Richtwertgrundstücks gehören zur Aussage des Werts.
  5. Auszug sichern: Speichern Sie den Auszug mit Datum für Ihre Unterlagen.

Was sagt der Bodenrichtwert aus und was nicht?

Der Bodenrichtwert bezieht sich auf ein beschriebenes Richtwertgrundstück. Weicht Ihr Grundstück in Größe, Zuschnitt, baulicher Ausnutzung oder Erschließung ab, kann sein Bodenwert höher oder niedriger liegen. In Düsseldorf ist dabei die zulässige Bebauung besonders wichtig: Die Richtwerte für Mehrfamilienhausgrundstücke gelten für eine bestimmte bauliche Ausnutzung, die auf dem eigenen Grundstück davon abweichen kann.

Bei bebauten Grundstücken beschreibt der Bodenrichtwert nur den Bodenanteil. Den Gesamtwert eines Hauses ermitteln Sachverständige mit dem Vergleichs-, Sach- oder Ertragswertverfahren. Für Wohnungen und Häuser veröffentlicht der Gutachterausschuss zusätzlich Immobilienrichtwerte, mehr dazu im Ratgeber Immobilienpreise in Düsseldorf.

Beispiel: Was bedeutet der Bodenrichtwert für ein Grundstück?

Fiktives Beispiel ohne Bezug zu einer bestimmten Adresse: Ein 500 Quadratmeter großes Grundstück in einer Zone mit 1.300 Euro pro Quadratmeter für Ein- und Zweifamilienhäuser ergibt rechnerisch 650.000 Euro Bodenwert. Steht darauf ein älteres Haus, ist das noch kein Hauspreis. Zustand, Modernisierungs- oder Abrisskosten und die zulässige Neubebauung entscheiden, was ein Käufer tatsächlich zahlt.

Häufige Fragen zum Bodenrichtwert in Düsseldorf

Ist der Bodenrichtwert in Düsseldorf kostenlos?

Ja. Über BORIS.NRW können Sie Bodenrichtwerte kostenfrei einsehen und einen Auszug speichern. Kostenpflichtige Angebote privater Portale sind dafür nicht nötig.

Wie oft werden die Bodenrichtwerte aktualisiert?

In Nordrhein-Westfalen jährlich zum Stichtag 1. Januar. Die aktuellen Düsseldorfer Werte gelten zum 1. Januar 2026.

Gilt der aktuelle Bodenrichtwert auch für die Grundsteuer?

Nein. Für die Grundsteuer wird der Bodenrichtwert zum Hauptfeststellungszeitpunkt 1. Januar 2022 verwendet. Für eine Verkaufsplanung ist dagegen der aktuelle Stichtag maßgeblich.

Ist der Bodenrichtwert der Preis für mein Grundstück?

Nein. Er beschreibt einen Durchschnitt für die Zone. Der erzielbare Preis hängt von den Merkmalen Ihres Grundstücks und der Nachfrage ab.

Wo finde ich die Bodenrichtwerte für Krefeld?

Ebenfalls in BORIS.NRW. Wie Sie die Krefelder Werte lesen, erklärt der Ratgeber Bodenrichtwert in Krefeld.

Grundstück und Haus in Düsseldorf einordnen

Ich ordne den Bodenrichtwert zusammen mit den Merkmalen Ihres Grundstücks und der aktuellen Nachfrage ein. Für eine Verkaufsentscheidung können Sie eine Wertermittlung und Marktanalyse anfragen oder Kontakt mit mir aufnehmen.

Quellen und fachliche Grundlagen

  1. § 196 BauGB – Bodenrichtwerte
  2. Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf – Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026, Berichtszeitraum 2025)
  3. Land NRW – Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2026, Pressemitteilung vom 17.09.2026
  4. BORIS.NRW – Amtliches Informationssystem zum Immobilienmarkt

Fachlicher Stand: 31. Oktober 2026. Alle Quellen zuletzt abgerufen am 31. Oktober 2026.

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Florian Straub

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