Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm angekündigt, das für Eigentümer, Projektentwickler und Investoren äußerst spannend werden könnte: Mit dem Programm „Gewerbe zu Wohnen“ soll ab Juli 2026 die Umwandlung leerstehender Gewerbeimmobilien in Wohnraum gefördert werden. Ziel ist es, den Wohnraummangel zu bekämpfen und gleichzeitig bestehende Leerstände sinnvoll zu nutzen.
Das Förderprogramm sieht direkte Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro neu geschaffener Wohneinheit vor. Gefördert werden bis zu 30 Prozent der Umbaukosten, maximal jedoch 100.000 Euro pro Einheit. Besonders interessant: Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.
Die Gesamtförderung pro Unternehmen ist aktuell auf 300.000 Euro gedeckelt. Anträge sollen voraussichtlich ab Juli 2026 über die KfW gestellt werden können.
In vielen Städten stehen Büro-, Handels- und Gewerbeflächen leer, während gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum fehlt. Genau dieses Problem soll das Programm lösen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz beschreibt den Ansatz als Kombination aus:
Gerade ältere Bürogebäude oder leerstehende Gewerbeeinheiten bieten enormes Potenzial für Wohnraum – insbesondere in Ballungsräumen und wirtschaftsstarken Regionen.
Das Förderprogramm könnte vor allem folgende Objekte deutlich attraktiver machen:
Insbesondere Objekte mit schwacher Gewerbenachfrage könnten durch eine Umnutzung erheblich an Wert gewinnen.
Eine wichtige Voraussetzung der Förderung ist die energetische Modernisierung. Laut Bundesregierung muss mindestens der Standard „Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien“ erreicht werden. Für denkmalgeschützte Gebäude gelten teilweise Ausnahmen.
Die eigentliche energetische Sanierung wird allerdings nicht direkt über dieses Programm gefördert, sondern kann zusätzlich über andere Förderprogramme kombiniert werden.
So attraktiv die Förderung klingt: Nicht jede Gewerbeimmobilie lässt sich problemlos in Wohnraum umwandeln.
Entscheidend sind unter anderem:
Gerade bei älteren Gewerbeobjekten entscheidet oft die baurechtliche Situation darüber, ob ein Projekt wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.
Viele Investoren haben Gewerbeimmobilien zuletzt gemieden, weil Leerstände und sinkende Büroflächennachfrage für Unsicherheit gesorgt haben. Genau hier könnte das neue Förderprogramm einen Wendepunkt darstellen.
Denn plötzlich werden Objekte interessant, die bisher als schwer vermarktbar galten. Besonders in Regionen mit hoher Wohnungsnachfrage könnten Umnutzungen deutlich wirtschaftlicher werden als klassische Neubauprojekte.
Experten sehen bundesweit Potenzial für tausende neue Wohnungen durch die Umnutzung leerstehender Gewerbeflächen.
Das Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ dürfte ab 2026 für viele Eigentümer und Investoren ein hochinteressantes Thema werden. Die Kombination aus Zuschüssen, steigender Wohnraumnachfrage und sinkender Attraktivität vieler Gewerbeflächen schafft neue Chancen am Immobilienmarkt.
Wer frühzeitig geeignete Objekte identifiziert und die baurechtlichen Möglichkeiten richtig einschätzt, könnte von einer der spannendsten Entwicklungen im Immobilienmarkt der kommenden Jahre profitieren.

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